Mittwoch, 6. April 2011

Das Problem mit dem Informationsmanagement.

Computer sind eine tolle Sache. Man kann von zuhause aus einkaufen, Informationen besorgen, verdammt, man kann sich sogar um seinen ganzen Unischeiß kümmern, ohne dass man sich überhaut Unterwäsche anziehen muss!

Glorreich ist das Zeitalter der reibungslosen Datenübertragung!

....

NOT!!!

Versteht, das Internet ist nur so klug wie seine User. Außerdem ist es nur so gut wie der Dienstleistungsanbieter.


Schauen wir uns zum Beispiel Amazon an:

Von Userseite sind die Anforderungen minimal: Du musst geld haben, wissen wie ein Einkaufswagerl ausschaut und darauf klicken können. Fertig.

Die Firma Amazon hat (vermutlich) gut ausgebildete Mitarbeiter, Logistiksysteme und effektive Problemlösungsvorgänge. Perfekt.

Im Vergleich dazu, lasst uns doch mal PH-Online, das Verwaltungsprogramm auf der Pädagogischen Hochschule Salzburg, anschauen:

Erst mal, die Betreiber von PH Online (zumindest die Administratoren und Professoren) lassen sich in etwa folgendermaßen zusammenfassen:
"A Computer!!! Kill it with FIRE!!!"

Theoretisch ist es ja ein tolles Ding, dass ich mich von zu Hause aus inskribieren und die Lehfrist meiner Bibliotheksbücher verlängern kann, aber umso ärgerlicher ist es, wenn es nicht geht.

Ich hatte zum Beispiel ein Problem mit der Inskribierung bei einem Fach. Anscheinend war ich noch nicht freigestellt, um darin zu inskribieren. Ich gehe natürlich ins Sekretariat um zu fragen, wie lang der Bestätigungsvorgang für meine Anerkennungen denn in etwa dauern könnte. Die Antwort?

"Naja, eiiiigentlich könnten Sie das ja auch selber nachschauen...."

Aha. Toll. Nur wie, dass kann mir keiner erklären.

Ich versuche, die Verlängerungsfrist eines Buches zu verlängern. Ich geh auf die Bibliotheksseite, die mich darauf aufmerksam macht, dass, nein, leider, Salzburg nicht wie alle anderen ist und man da einen eigenen Login persönlich zugewiesen kriegt.
In der Annahme, die PH ist so gscheit, das mit PH Online gekoppelt zu haben, probier ich den EINZIGEN Login den ich jemals in der PH gebraucht hab. Geht nicht. Super.

Persönlich vor der Bibliothekarin stehend, der gleiche Spruch wie im Sekretäriat:

"Naja, eiiiigentlich könnten...."

OK, JETZT PASS MAL AUF.
ERSTENS: Es tut mir leid, dass ich die Frechheit besitze, hier her zu kommen, um euch zu beten, dass ihr das macht, wofür ihr BEZAHLT werdet. Ich krieg das Buch von euch, ich geb das Buch an euch zurück, und wenn ich schon in der Gegend bin, verlänger ich es auch bei euch. BASTA.

Und zweitens, in der Theorie KÖNNTE und WÜRDE ich das ganze selber machen, wenn das ganze blöde System nicht ein wirrer Haufen an halb verständlichen Formulierungen und unnötigen Zwischenschritten wäre!

"...und dann seid ihr schon FAST am Login."

Es ist ja nicht so, dass die StudentInnen nicht wissen, wie man Computer bedient. Es ist auch verständlich, dass Verwaltungssoftware was inhärent komplexes haben muss, um alle Bereiche abzudecken.
Also warum nicht einfach den StudentInnen beibringen, wie's geht? Wenn die User wissen, wie man das Programm navigieren und Verwenden kann, wäre auch der Verwaltungsaufwand geringer...

Oh nein, halt, warte. Geht ja nicht. Weil die ersten 3 Semester Computerunterricht der PH dafür bestimmt sind, andere, WICHTIGERE Sachen zu lernen.

...Sachen wie "Word Dokumente Formatieren".


Kein Witz.

Leider.

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